Klinische FragestellungIMAGe-Syndrom, Differentialdiagnose
Zusammenfassung
Umfassendes differentialdiagnostisches panel für IMAGe-Syndrom mit zusammen genommen 12 kuratierten Genen gemäß klinischer Verdachtsdiagnose
34,1 kb (Erweitertes Panel: inkl. additional genes)
- EDTA-Blut (3-5 ml)
NGS +
Genpanel
Ausgewählte Gene
Name | Exon-Länge (bp) | OMIM-G | Referenz-Seq. | Erbgang |
---|---|---|---|---|
CDKN1C | 951 | NM_000076.2 | AD | |
CCDC8 | 1617 | NM_032040.5 | AR | |
CUL7 | 5097 | NM_014780.5 | AR | |
CYP11B1 | 1512 | NM_000497.4 | AD, AR | |
CYP17A1 | 1527 | NM_000102.4 | AR | |
CYP21A2 | 1488 | NM_000500.9 | AR | |
HSD3B2 | 1119 | NM_000198.4 | AR | |
NR0B1 | 1413 | NM_000475.5 | XL | |
OBSL1 | 5691 | NM_015311.3 | AR | |
POLE | 6861 | NM_006231.4 | AR | |
POR | 2043 | NM_001395413.1 | AR | |
SAMD9 | 4770 | NM_001193307.2 | AD |
Infos zur Erkrankung
Intrauterine Wachstumsretardierung, metaphysäre Dysplasie, angeborene Nebennierenhypoplasie, Genitalanomaliensyndrom; dysmorphe Merkmale (Balkenstirn, breiter Nasenrücken, tief angesetzte Ohren); bei Jungen bilateraler Kryptorchismus, Hypospadie, Mikropenis, hypogonadotroper Hypogonadismus
- Sy: Intrauterine growth retard.-Metaphyseal dysplasia-Adrenal hypoplasia congen.-Genital anomalies
- Allelic: Beckwith-Wiedemann syndrome
- 17,20-lyase deficiency, isolated (CYP17A1)
- 17-alpha-hydroxylase/17,20-lyase deficiency (CYP17A1)
- 3-M syndrome 1 (CUL7)
- 3-M syndrome 2 (OBSL1)
- 3-M syndrome 3 (CCDC8)
- Adrenal hyperplasia, congenital, due to 11-beta-hydroxylase deficiency (CYP11B1)
- Adrenal hyperplasia, congenital, due to 21-hydroxylase deficiency (CYp21A2)
- Adrenal hyperplasia, congenital, due to 3-beta-hydroxysteroid dehydrogenase 2 deficiency (HSD3B2)
- Allelic: Hyperandrogenism, nonclassic type, due to 21-hydroxylase deficiency (CYP21A2)
- Allelic: Monosomy 7 myelodysplasia + leukemia syndrome 2 (SAMD9)
- Allelic: Tumoral calcinosis, familial, normophosphatemic (SAMD9)
- Antley-Bixler syndrome with genital anomalies + disordered steroidogenesis (POR)
- Beckwith-Wiedemann syndrome (CDKN1C)
- Disordered steroidogenesis due to cytochrome P450 oxidoreductase (POR)
- IMAGE syndrome (CDKN1C)
- IMAGE-I syndrome (POLE)
- MIRAGE syndr.; Myelodyspl., Infect., growth Restr., Adren. hypopl., Genit. phenot., Enterop. (SAMD9)
- Silver-Russel syndrome [GeneReviews] (CDKN1C)
- Silver-Russell syndrome 3 (IGF2)
- Silver-Russell syndrome 4 (PLAG1)
- Silver-Russell syndrome 5 (HMGA2)
- AD
- AR
- XL
- Multiple OMIM-Ps
Bioinformatik und klinische Interpretation
Test-Stärken
- DAkkS-akkreditiertes Labor
- EU-Richtlinie für IVD in Umsetzung
- Qualitäts-kontrolliert arbeitendes Personal
- Leistungsstarke Sequenzierungstechnologien, fortschrittliche Target-Anreicherungsmethoden und Präzisions-Bioinformatik-Pipelines sorgen für überragende analytische Leistung
- Sorgfältige Kuratierung klinisch relevanter und wissenschaftlich begründeter Gen-Panels
- eine Vielzahl nicht Protein-kodierender Varianten, die in unseren klinischen NGS-Tests mit erfasst werden
- unser strenges Variantenklassifizierungsschema nach ACMG-Kriterien
- unser systematischer klinischer Interpretations-Workflow mit proprietärer Software ermöglicht die genaue und nachvollziehbare Verarbeitung von NGS-Daten
- unsere umfassenden klinischen Aussagen
Testeinschränkungen
- Gene mit eingeschränkter Abdeckung werden gekennzeichnet
- Gene mit kompletten oder partiellen Duplikationen werden gekennzeichnet
- es wird angenommen, dass ein Gen suboptimal abgedeckt ist, wenn >90% der Nukleotide des Gens bei einem Mapping-Qualitätsfaktor von >20 (MQ>20) nicht abgedeckt sind
- die Sensitivität der Diagnostik zur Erkennung von Varianten mit genannten Testeinschränkungen ist möglicherweise begrenzt bei:
- Gen-Konversionen
- komplexe Inversionen
- Balancierte Translokationen
- Mitochondriale Varianten
- Repeat-Expansionen, sofern nicht anders dokumentiert
- nicht kodierende Varianten, die Krankheiten verursachen, die von diesem Panel nicht mit abgedeckt werden
- niedriger Mosaik-Status
- Repeat-Blöcke von Mononukleotiden
- Indels >50bp (Insertionen-Deletionen)
- Deletionen oder Duplikationen einzelner Exons
- Varianten innerhalb von Pseudogenen
- die analytische Sensitivität kann geringer ausfallen werden, wenn die DNA nicht von amedes genetics extrahiert wurde
Laboranforderung
Die in grün gezeigten Gene sind kuratiert und werden als Gen-Panel untersucht. Eine Erweiterung des Panels (blau gezeigte Gene, jeweils ebenfalls kuratiert) kann auf Anfrage erfolgen. Sofern unter "Erweitertes Panel" ein Minuszeichen angezeigt wird, sind nur Core-/Basis-Gene verfügbar.
Für die Anforderung einer genetischen Untersuchung senden Sie uns bitte die Krankheits-ID auf einem Überweisungsschein. Bitte die Material-Angabe beachten.
Für privat versicherte Patienten empfehlen wir einen Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenversicherung.
Die Untersuchung wird auch für Selbstzahler angeboten.